By Sabine Jung

In diesem Buch wird erstmals eine ausgearbeitete Theorie über den Zusammenhang zwischen direktdemokratischen Verfahren und den jeweiligen politischen Systemen, in denen diese vorkommen können, vorgelegt. Die Autorin beantwortet die Frage: Welche direktdemokratischen Verfahren sind mit welchen Typen der Demokratie kompatibel? Hierfür entwickelt sie nicht nur eine neue Demokratietypologie, sie kann auch eine theoretisch fundierte Lösung zur Debatte über direkte Demokratie in der Bundesrepublik anbieten. Plötzlich wird klar, warum bestimmte Kombinationen perfekt miteinander harmonieren. Und war-um direkte Demokratie in anderen Fällen notwendigerweise zum sy-stemgefährdenden Störfall werden muß. Wichtige Fingerzeige für alle politischen Kräfte weltweit, die mehr Bürgerbeteiligung fordern.

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Sociological Theory: Historical and Formal

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Die Logik direkter Demokratie

In diesem Buch wird erstmals eine ausgearbeitete Theorie über den Zusammenhang zwischen direktdemokratischen Verfahren und den jeweiligen politischen Systemen, in denen diese vorkommen können, vorgelegt. Die Autorin beantwortet die Frage: Welche direktdemokratischen Verfahren sind mit welchen Typen der Demokratie kompatibel?

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Denn damit können wir bereits die Grundlage fur das folgende Kapitel legen, in dem es unter anderem um die Erstellung einer neuen, verbesserten Demokratietypologie gehen wird. Das Grundproblem der Mehrheits-Konsensus-Typologie liegt darin, daß Lijphart bei der Typenbildung ganz offensichtlich induktiv-prototypisch vorgegangen ist (vgl. Jung, S. )) Mehrheits- und Konsensusdemokratie seien rationale und logisch kohärente Modelle, da deren Merkmale sich jeweils auf ein einziges Prinzip zurückführen ließen: das Mehrheits- bzw.

Mehrheitsprinzip basierenden Modell der Demokratie gibt. Dies veranlaßte ihn schließlich dazu, eine neue Typologie zu entwickeln, in der alle Demokratien der westlichen Industriestaaten ihren Platz finden sollten - als Mehrheits- oder eben als Konsensusdemokratien. 23 24 Für eine grundsätzliche Kritik an der Theorie der Konkordanzdemokratie, siehe van Sehendelen (1984), Barry (1975), Lustick (1997) und zuletzt Bogaards (2000). So sind in den Niederlanden sowie - in geringem Maße - in Österreich seit den 60er Jahren Prozesse der sogenannten "Entsäulung" und damit der Auflösung konkordanzdemokratischer Strukturen zu beobachten (vgl.

Das Merkmal Repräsentativverfassung eigne sich folglich nicht, die Mehrheits- von der Konsensusdemokratie abzugrenzen, "since majoritarian and consensus democracy have this trait in common" (Lijphart 1989a: 34). Damit steht das Ergebnis seiner theoretischen Auseinandersetzung mit der direkten Demokratie fest: Dircct Democracy can therefore not be regarded as either typically majoritarian or typically consensua1. In fact, it is a foreign element in both majoritarian and consensus democracy because it is the anti thesis of representative democracy.

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