By Hans Künkel (auth.)

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Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer booklet documents mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Allgemeine und physiologische Chemie der Fette für Chemiker, Mediziner und Industrielle

Excerpt from Allgemeine und Physiologische Chemie der Fette für Chemiker, Mediziner und IndustrielleZu besonderem Danke fühlen wir uns Herrn Dr. Alfred Eisenstein für die mühevolle, sachliche Unterstützung verpflichtet. concerning the PublisherForgotten Books publishes thousands of infrequent and vintage books.

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Darum ist die Schicksalswende um das fünfzehnte Jahr von so schweren seelischen Erschütterungen begleitet: in ihr treten zum erstenmal die schaffenden Gewalten in uns auseinander, deren Spannung und Polarität schließlich unser ganzes Wesen bestimmt, und je gewaltiger jetzt der innere Zwiespalt, um so großartiger wird im späteren Leben einmal auch die neu errungene Einheit sein. Etwas von den Urkräften der Natur tritt in diesen Lebensjahren zutage, und der junge Mensch, der ihren Aufbruch in sich selbst erlebt, ist sich dessen halb bewußt.

Zahllos sind die Abgeglittenen, die Untergekrochenen, die Steckengebliebenen, die aus Angst vor kurzen Schmerzen ein langes Elend wählten. In der Lebensfeigheit liegt der Grund, warum es so wenig wirklich reife Menschen gibt. Es ist noch nicht zu spät! Mögen sie nur ihr Lebensschifflein wieder los- 43 binden und sich aufs hohe Wasser treiben lassen: es kommt ja nicht darauf an, daß wir niemals umwerfen, sondern daß wir das Schwimmen lernen. ner Auseinandersetzung mit dem Leben sich wenigstens dem äußeren Scheine nach in dem Glanze eines längst erschöpften Lebensalters zu erhalten suchen?

Wenn er wohlhabend war, fand er es auf Reisen im Zauber fremder Städte und Länder. Er fand es in der Jagd einsam mit seiner Büchse und dem Hund zwischen Hecke und Wald. Ein Hauch davon weht aus des Schülers Worten im Faust: Ich bin dabei mit Seel' und Leib; doch freilich würde mir behagen ein wenig Freiheit und Zeitvertreib an schönen Sommerfeiertagen. Und erst recht im harten Zwange der modernen Zivilisation liegt dies »eigentliche" Leben für den jungen Mann nicht im öden Büro oder im Geschäft, im Laboratorium oder der Fabrik, sondern auf dem Sportfeld, im Lagerleben, »auf Fahrt".

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