By Léon Wurmser M.D., P.A. (auth.)

Das Rätsel des Masochismus - es ist ein mehrschichtiges Rätsel. Da ist das oberflächliche und relativ leicht beantwortbare Rätsel, warum jemand Befriedigung und sogar sexuelle Lust aus Schmerz und Leid, aus Erniedrigung und Scham ziehen kann und deshalb sogar direkt solches Leiden aufsucht, es auf sich zieht und herausfordert. Schon schwieriger zu beantworten ist die zweite Schicht des Rätsels - wie kann der Schmerzsüchtige sich selbst achten? Des Rätsels Kern richtet sich vornehmlich an Therapeuten: Wie kann guy einem derart Schmerzsüchtigen helfen? Psychoanalytiker und Therapeuten wissen, wie überaus schwer die masochistische Charakter-, Symptom- und Sexualproblematik anzugehen und zu verändern ist, wieviel Geduld die Behandlung von sufferer und Therapeut verlangt, wie regelmäßig jeder Erfolg zu einem Rückschlag führt. Léon Wurmser zeigt, daß des Rätsels Lösung in einem besseren Verständnis der dem masochistischen Verhalten zugrunde liegenden Dynamik liegt. Anhand ausführlicher Falldarstellungen - häufig den gesamten therapeutischen Prozeß umfassend - läßt er den Leser an seinen therapeutischen Erfahrungen teilhaben und zeigt, daß und wie verändernd eingegriffen werden kann. Léon Wurmser hat mit dem Rätsel des Masochismus wieder ein Buch vorgelegt, das von therapeutischer Erfahrung und umfassender Bildung zeugt und daher nicht nur für den therapeutisch mit dem challenge befaßten Leser eine Bereicherung sein wird.

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Histologische Untersuchungen Über Endokarditis Beim Hunde

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Allgemeine und physiologische Chemie der Fette für Chemiker, Mediziner und Industrielle

Excerpt from Allgemeine und Physiologische Chemie der Fette für Chemiker, Mediziner und IndustrielleZu besonderem Danke fühlen wir uns Herrn Dr. Alfred Eisenstein für die mühevolle, sachliche Unterstützung verpflichtet. concerning the PublisherForgotten Books publishes thousands of infrequent and vintage books.

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S. 117). 10 "typhlos ta t' ota ton te noun ta l' ommata ei", Sophokles, Konig Oedipus, Vers 371. 9 " ... " den Episoden groBer Angst und depressiver Verstimmung, die sich zu Weinanfallen und Suizidbeschaftigungen steigern, wiihrend sie einem iiuBeriich als eine sehr frische und tatkriiftige, ja kiihne und forsche, hiibsche und gescheite junge Frau imponiert. Sie berichtet, sie sei in ihrer Jugend korperlich und psychisch, auch sexuell miBbraucht worden. Ihre Mutter wird als eiskalt und geizig geschildert; oft schlug sie ihre Kinder heftig ab und verwundete sie.

N Diese Uberstimulierung fUhrt zu traumatischer Angst und Wut, aber auch zur Grausamkeit, Unmenschlichkeit und doch auch wieder UnverlaBlichkeit des Gewissens, in Shengolds Worten: " ... es bestanden widerspriichliche, gleichzeitige oder altemierende Uberich-Ich-Beziehungen: ein sadistisches Uber-Ich mit einem masochistischen Ich (ausgedriickt durch das Stratbediirfnis ... ); Uber-Ich-Abwehr mit gleichzeitiger Laxitat und einem starken unbewuBten Stratbediirfnis (,der Moralitat abzusagen und sie gleichzeitig in Anspruch zu nehmen', Orwell, 1949).

Und dazu kam in mir die Schuld: denn als Kleine verpriigelte ich die kleinere, schwiichere Schwester, da ich so eifersiichtig auf sie war. Sie war schlank, und ich war plump; sie war fleiBig und gescheit, und ich war der Idiot; sie war die Madonna und ich die flammende Hure, die iible Versucherin; sie war blond und ich dunkel (162). Wenn sie eine freundliche, gute Unterhaltung mit einem Mann hat, der ihr gefaIlt, wird ihr unerkliirlich traurig zumute, und sie bricht in Triinen aus: "lch verdiene es ja nicht.

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