By Ingrid Artus, Renate Liebold, Karin Lohr, Evelyn Schmidt, Rudi Schmidt, Udo Strohwald

In der Studie werden die Entwicklungsbedingungen betrieblichen Interessenhandelns und eine Typologie der Interaktionsmuster zwischen Betriebsrat und administration in ostdeutschen Betrieben vorgestellt, die die alltäglichen Aushandlungsprozesse zwischen Konflikt und Kooperation im Kontext einer betriebsspezifischen Kultur der Austauschbeziehungen abbildet.

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Wenn im folgenden ein summarischer Überblick über die Restrukturierungsprozesse des Managements in den 27 Untersuchungsbetrieben gegeben wird, stellt sich damit die schwierige Aufgabe, einerseits den differenzierten Eigentumsformen gerecht zu werden, andererseits die Dynamik des Wandels wiederzugeben. 1). 2). 4). Zunächst einmal bedeutete natürlich der Wechsel von realsozialistischen zu kapitalistischen Eigentumsbedingungen eine einschneidende Veränderung filr die Leitungsvoraussetzungen in Ostdeutschland.

Hier war die Rede von "Olympiamannschaften", die man sich zusammengestellt hatte. Dies bezog sich offensichtlich nicht nur darauf, daß die Qualifikations- und Altersstruktur den Unternehmenserfordernissen entsprach, sondern auch darauf, daß die Beschäftigten aufgrund dessen, daß gerade sie eine Chance zur Weiterbeschäftigung erhielten, als in hohem Masse motiviert, leistungsbereit und loyal beschrieben wurden. In den Unternehmen unseres Sampies war bis auf eine Ausnahme festzustellen, daß es eine innerbetriebliche 'Qualifizierungsoffensive' nicht gegeben hat.

Von den interviewten Gewerkschaftsvertretern) eingeräumt wurden. Dahinter steckte die Absicht zu garantieren, daß die Unternehmen auch in der zweiten Etappe der empirischen Untersuchung noch existie- 48 überwunden zu sein. Es existierte vor allem eine nach wie vor schlechte Auftragslage, ein Preis-Kosten-Problem und immer noch eine geringe Produktivität sowie Vertriebsprobleme. Auch wenn die Existenz dieser Unternehmen nicht grundsätzlich in Frage zu stehen schien, waren weitere Personalreduzierung nicht ausgeschlossen und auch für die Zukunft deutete sich an, daß permanente Rationalisierungsprozesse den betrieblichen Alltag bestimmen würden.

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